Stefan Müller: „Es ist jetzt nicht an der Zeit, Wahlkampf zu betreiben“

„Es ist jetzt nicht an der Zeit, Wahlkampf zu betreiben“, meint der parlamentarische Geschäftsführer der CSU im Bundestag, Stefan Müller, insbesondere mit Blick auf die Sozialdemokraten. Im Interview sprachen wir über die Ergebnisse der CSU-Klausurtagung, das Verhältnis zur Schwesterpartei, Corona und darüber, was der nächste Kanzler der Bundesrepublik braucht.

Am 6. und 7. Januar fand die Klausurtagung der CSU im Bundestag statt – im BCC mitten in Berlin. Ein gewaltiger Unterschied zum in der Regel verschneiten Kloster Seeon in Bayern, wo die bayerische Volkspartei in nicht Corona-Zeiten tagt. Doch auch in der Bundeshauptstadt konnte sich die CSU mit sechs Beschlusspapieren auf das Wahljahr 2021 vorbereiten. In diesen Beschlusspapieren lassen sich verschiedene Profile der Christsozialen erkennen. Zum einen fordern sie das entschlossene und toleranzlose Vorgehen gegen die Clankriminalität und zum anderen eine ambitioniertere Klimaschutzpolitik. Anspruch einer Vorlkspartei müsse nämlich sein, möglichst viele gesellschaftliche Gruppen anzusprechen, aber auch „inhaltlich breit aufgestellt zu sein“, so Stefan Müller. Außerdem blickt der Parlamentarische Geschäftsführer kritisch auf die SPD: Die Sozialdemokraten hätten zu früh mit dem Wahlkampf begonnen und müssten nun „einen Gang runterschalten“. Denn, so Stefan Müller weiter: „Wir haben die Pandemie bei weitem noch nicht überstanden!“

CSU-PGF im Gespräch mit Politik mit Stil

Zur Person: Der Bankkaufmann trat 1990 der Jungen Union bei, ein Jahr später in die CSU. Von 2003 bis 2007 war Müller stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union in Bayern. Anschließend wurde er im November 2007 zum Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt behielt er bis 2011. Außerdem vertritt er seit 2002 stets seinen Wahlkreis Erlangen direkt. Zudem war er von 2013 bis 2017 parlamentarischer Geschäftsführer im Bundesministerium für Wirtschaft und Forschung. Stefan Müller ist parlamentarischer Geschäftsführer der CSU im Deutschen Bundestag.

Hier können Sie das Interview hören:

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